[Testadler on Tour] Edelsteinminen Steinkaulenberg – Auf den Spuren der Edelsteinegräber

Die Mai-Tour der etwas anderen Art. Dieses mal ohne Bollerwagen aber dafür mit Helm. Wir machten uns am Mittag auf nach Idar-Oberstein. In diesem Weltbekannten Ort dreht sich alles um die funkelnden Steine. Genau genommen um die Edelsteine. Doch wo findet man diese heute noch. Meist nur noch im Ausland und es gehört eine Menge Glück dazu.

So wollten wir uns mal ansehen wie es früher in unserer Region zu ging. Und daher machten wir uns auf den Weg zur Edelsteinmine. Übrigens die einzige in ganz Europa die man als normaler Besucher betreten kann.

In Idar-Oberstein angekommen ging es erst mal auf die Suche nach der Mine sowie dem Parkplatz. Die Anfahrt war bis kurz vor die Mine sehr gut beschildert. Doch dann kam ein Abschnitt wo wir uns nicht mehr so ganz sicher waren. Ob wir hier wirklich lang sollen ?
Zäune mit Hinweisschildern machten uns darauf Aufmerksam das man sich quasi direkt neben einem Militärgelände befand. Ok der Weg war frei und die Schilder konnte man auch jetzt wieder sehen. Also schnell auf den Parkplatz und von dort an ging es nur zu Fuss weiter. Der Weg schlängelte sich den Berg hinauf. Und ehe man sich versah stand man mitten in einem Naturschutzgebiet und der Weg war sehr klar abgesteckt.

Entlang des Weges standen auch immer mal wieder ein paar Gesteinsbrocken. Eben diese mit teilweise Edelsteinen durchzogen waren. Oder aber typische Gesteine aus dieser Region. Und nach dem wir auch am Galgen ankamen. Ja ihr lest richtig. Wir sind an einem Platz vorbei gekommen. Hier wurden in der Zeit des späten Mittelalters auch noch Leute gehängt. Und dies an so einem ruhigen und schattigen Ort. Mitten im Wald. Aber jetzt mal genug mit den Schauermärchen. Wir wollen ab in die Mine und die Edelsteine finden.

 

Der Weg wurde jetzt auch etwas schmäler und es ging auch langsam wieder Berg ab. Neben dem Weg konnte man noch alte Schienen der Loren sehen. Damit wurden damals die Edelsteine aus der Mine an Tage gefahren. Und die ersten Eingänge und Schächte konnte man schon von weitem sehen. Doch hier kommt man als Besucher leider auch nicht rein. Aber wir haben es uns nicht nehmen gelassen und mal eine Blick riskiert.

Leider war von hier noch nichts zu sehen und wir gingen weiter. An einer kleinen Gabelung stand erneut ein Schild. Auch hier konnten wir nicht durch weil uns die “Minenpolizei” auch hier den Weg versperrte. Ok das ganze hat jetzt langsam den Eindruck den man aus dem Fernsehn kennt. Ich dachte mir nur wir sind Touristen und keine Edelsteindiebe ! – Ok bei uns weiß man es halt nie so richtig aber in diesem Fall wollten wir doch nur etwas sehen. Und nicht gleich mitnehmen.

Und dann kamen wir auf einen kleinen Platz. Hier waren auch noch viele weitere Touristen, Wanderer, kleine Kinder mit eimern und Hammer. Man muss dazu sagen. Neben der Mine kann man hier auch hervorragend mit Kindern auf die Suche nach Edelsteinen gehen. In extra abgesteckten Gebieten können Kleine und Große Edelstein Freunde nach Lust und Laune und gegen ein kleines Endgeld, nach Edelsteinen suchen. Dazu findet ihr hier mehr Informationen.

Nach dem wir uns die Eintrittskarten gekauft hatten ging es auch nach einer kurzen Pause los. Unser Minen Scout Dieter gab uns wichtige Informationen bevor es mit der Führung los ging. Ok er hatte die Rechnung ohne die Rothelme gemacht ( Er meinte die Kinder ), den diese waren mal etwas schneller als der Scout. Sie hatten sich schon zu beginn die Helme geschnappt und standen schon alle mit Helm und Eltern ohne Helm bereit. Einzig das Problem welches uns alle erst mal zum Schmunzeln brachte. Aber Dieter hatte seine ganz eigene Art den Kids klar zu machen wer das Sagen hatte. Der ein oder andere empfand es als etwas komisch, aber wir fanden es scharmant. Nach dem die Rangordnung jetzt geklärt war und Dieter uns noch ebenso charmant auf die Temperatur in der Höhle sowie die niedrigen Deckenhöhen hingewiesen hat, ging es dann auch los. Gemeinsam mit Häupling Weißer Helm ( Dieter ) sowie den Rothelmen und uns Gelbhelmen dackelten wir Richtung Mieneneingang.

Den Mieneneingang durften wir nicht Fotografieren. Aber wir können es auch verstehen. Den man will dieses Kunstwerk der Natur und auch relikt der Geschichte so lange wie möglich erhalten. Daher durften wir den Eingang nicht zeigen. Aber in der Mine so meinte Dieter darf geknippst werden wie man will und auch so viel man will. Und zu Beginn gab es auch in der Mine die Möglichkeit für ein Gruppenfoto oder auf Wunsch auch ein Einzel oder Familienfoto. Dieter zählte bei der Gelegenheit auch gleich durch wie viele Teilnehmer die Gruppe hat. Es sollte ja hinterher keiner fehlen. Und nach dem auch das Foto im Kasten war und alles durchgezählt ging es erst mal in einen größeren Raum in der Mine.


Es war kalt, 10°C waren es in der Mine. Und Dunkel war es auch. Hier und da polterte ein Helm , meist ein Roter den die kleinen Kinderköpfe waren noch nicht so kompatibel mit den Helmen. Es war erst alles etwas unruhig. Aber das legt sich. Dieter machte einen klassen Job. Er hatte alles unter Kontrolle. Naja sagen wir fast alles. Die Audio Transcripte liefen , Das Licht naja funktionierte mal so mal so aber nie so wie Dieter es wollte. Dennoch hat er uns einen sehr guten Einblick gegeben was früher so in dieser Mine los war. Und nun aber genug zu Dieter wir wollen die Edelsteine sehen. Dieter war mit der Erklärung zur Mine und der Umgebung fertig. Und dann ging das erste mal etwas Licht an in der Mine.

Die Ersten Edelsteine erstrahlten im Licht. Und wenn man dieses Kunstwerk der Natur so sieht dann ist man erst mal etwas überweltigt. Ok es sind jetzt keine Riesen Brocken von Edelsteine aber da kommt halt auch noch sicherlich etwas mehr. Dieter erklärte uns die einzelnen Edelsteinsorten und auch die ein oder anderen Fachbegriffe.

Egal wo man in der Mine hinschaute man fand in jeder Ecke teilweise Spuren und Rest von Edelsteinen sowie auch einige Größere Gebilde. Und dann kamen wir zum eigentlichen Highlight. einem kleinen unterirdischen See. Mitten in der Mine hat sich über die Jahre das Wasser gesammelt.

Neben mehreren kleinen Wasserbecken sie sich mit der Zeit gebildet haben ist auch einer etwas größerer See in der Höhle. Diesen überquerten wir dank eines stabilen Stegs doch recht bequem.

Was auch erstaunlich war ist folgendes. Und zwar wachsen seit einigen Jahren auch in dieser Mine Pflanzen, z.b Farne. Durch die Besucher die an ihren Schuhen die Pflanzensporen sowie Samen , Sand und Pollen in die Mine tragen. Dadurch kommt es zu dem Effekt das jetzt auch Pflanzen in der Höhle wachsen. Wie man hier sehen kann.

Aber nun gut wir wollten Edelsteine sehen. Mehr Edelsteine. Die Führung ging immer weiter in die Mine. Und so langsam waren wir schon gute 40 min in der Mine unterwegs. Rings herum immer wieder mal ein paar Edelsteine, Quarzadern und Mandeln ( Edelsteine die im Muttergestein eingeschlossen sind) Quasi die Ü-Eier der damaligen Zeit. Man hat bei diesen Mandeln nie gewusst ob es eine Ist oder Nicht. Bis man sie Schlussendlich aufgeschnitten bzw Aufgeschlagen hat. Und erst dann wusste man ob es eine Mandel war oder nicht. Wie man sieht war das Leben eines Edelsteingrube nicht das leichteste. Es war teilweise ebenso spannend und nerven auftreibend wie die Arbeit eines Goldgräbers. Und dann konnte man doch noch den ein oder anderen größeren Brocken bewundern.

Hier wurden dann so nach und nach auch mal Größere Fundstücke präsentiert. Wie man sieht sind diese Steine teilweise zwar kleiner aber um so Wertvoller weil die Form und die Farbe der Edelsteine eine ganz besondere Note verleihen.

Und hier noch ein paar weitere Eindrücke aus der Mine und der Welt der Edelsteine.

Nach einer guten Stunde waren wir dann auch am Ende der Mine angelangt und haben auch wieder das erste Sonnenlicht wieder gesehen. Und dank des bekannten Gruß “Glück auf” sind wir wieder alle vollzählig und in einem Stück aus der Mine zurück.

Es war ein Interessanter und vor allem sehr Informativer Einblick in die Welt der Edelsteingräber. Und dank der tollen Erklärungen durch Dieter, war es für und ein Erlebnis welches wir so schnell nicht vergessen werden. Die Erklärung mit der er uns durch die Mine geführt hat war schon echt ein Erlebnis für sich. Er stand uns echt Rede und Antwort. So erfuhren wir auch noch so ganz nebenbei. Das die eigentliche Mine eigentlich noch viel Größer ist. Doch dieser Bereich ist nur für wenige Leute zugänglich. Leider wird dieser Teil für die breite Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht. Aber man kann sich nach dieser Führung ausmalen wie es im Rest der Mine aussieht. Wir hatten einen schönen Tag in Idar Oberstein und wollten im Anschluss an die Mine noch weiter zur Edelstein Schleiferei aber das hatte heute leider nicht mehr hin gehauen. Den dort war leider für heute schon die letzte Führung durch.  Und wir sind nun leider auch schon am Ende dieses Beitrags angelangt.

Wenn ihr jetzt auch Lust habt diese Mine mal zu besuchen. Dann findet ihr auf der Webseite der Edelsteinmine Steinkaulenberg weiter Informationen zur Anfahrt, Öffnungszeiten und den Preisen. Wir haben für den Eintritt als Erwachsene 7,00€ bezahlt. Kinder und Gruppenpreise entnehmt ihr bitte der Webseite.

Wir hoffen euch hat der Bericht gefallen. In diesem Sinne ein “Glück auf  !”

Euer Testadler

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